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Mit 454 Millionen Tonnen (Mio. t) Kohlendioxid (CO2) haben die rund 1.630 emissionshandelspflichtigen Energie- und Industrieanlagen in Deutschland 2010 rund 6 Prozent mehr klimaschädliches CO2 ausgestoßen als im wirtschaftlich schwachen Vorjahr. Damit stiegen die CO2-Emissionen in Deutschland 2010 bei ausgezeichneter Konjunktur nur moderat an und liegen noch rund 4 Prozent unter dem Ausstoß von 2008. Mit Ausnahme weniger Branchen nahm der CO2-Anstoß in allen Industriezweigen zu. Den größten absoluten Anstieg an Emissionen verzeichnen die Energieanlagen mit 18 Mio. t auf 356 Mio. t CO2 pro Jahr. Das entspricht einem Anstieg von rund 5 Prozent gegenüber 2009. 437 Millionen Zertifikate wurden 2010 an die Unternehmen ausgegeben, davon 396 Millionen kostenlos, 41 Millionen wurden versteigert. Die fehlende Zertifikatsmenge zwischen Emissionsberechtigungen und den tatsächlichen CO2-Emissionen müssen die Unternehmen am Markt erwerben. Der aktuelle Zertifikatspreis liegt bei rund 17 Euro. Damit schafft der Emissionshandel einen Anreiz für die Energiewirtschaft und die energieintensive Industrie, in klimaschonende Reduktionsmaßnahmen zu investieren. Bis Ende April hatten die emissionshandelspflichtigen Anlagenbetreiber Zeit, ihre Emissionen aus dem Jahr 2010 mit der entsprechenden Menge an Emissionszertifikaten auszugleichen. Dieser Pflicht sind alle Betreiber nachgekommen. (UBA aktuell 1-2/2011) Mehr Infos: http://www.dehst.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2011-018_CO2-Ausstoss-2010.html; http://www.dehst.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/VET-Bericht.html
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