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"Tierpark nymphaea, Esslingen" © Hartmut Felgner |
Jagd auf den Nutria
Nutrias wurden früher ihre wertvollen Pelze zum Verhängnis. In ihrer Heimat Südamerika sind bereits viele Rassen durch rigorose Verfolgung ausgestorben. Der Weg nach Europa fand der Nager zunächst über die zoologischen Gärten. Erst später wurde es zum Farmpelztier. Fast überall in Europa gelangten Farmtiere immer wieder sporadisch in die freie Natur. Die nachlassende Nachfrage nach Pelzen führte in den 1990er Jahren zur großen Invasion aus insolventen Zuchtanlagen. Die Nutria lebt meist paarweise innerhalb großer Kolonien zusammen. Der Bau hat seinen Eingang über der Wasserlinie. Der Kessel wird meist ein bis drei Meter vom Eingang entfernt angelegt. Wo keine Erdbauten möglich sind, bauen sie große Schilfnester. Da es in ihrer südamerikanischen Heimat kaum ausgeprägte Jahreszeiten gibt, können sie sich auch hier das ganze Jahr hindurch fortpflanzen und halten keinen Winterschlaf. Sie erreichen ein Lebensalter von bis zu zehn Jahren. Harte Winter können ganze Populationen vernichten, da sie erfrieren und verhungern. Als echte "Südländer" legen sie auch keine Nahrungsvorräte für den Winter an. Nutrias leben praktisch rein vegetarisch, insbesondere Wasser- und Sumpflanzen werden verzehrt. Aber auch Schnecken und Wasserinsekten werden gelegentlich nicht verschmäht. Die Nutria ist potenzieller Trichinenträger! (Auszug Artikel von Dr. Andreas Schüring in PIRSCH 5/2010 / Wildkunde) Anmerkung: Das Erfolgsrezept der Wassernager Biber, Nutria und Bisam: Ständig nachwachsende Schneidezähne, die durch mahlende Bewegungen geschärft werden. Die gelbe Farbe sind stärkende Eisenablagerungen.
>Schadnager
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