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Aktuelles (Fachgebiete) / Natur & Arten / Naturschutz (LNV-Info-Brief2/10) / Naturschutz-Tipps / Igel brauchen keine Hilfe (SWP24.10.05)
 

Tiere / Igel brauchen (k)eine Hilfe


"(Wild-)Tier 2009" © Hartmut Felgner

Der Igel - gut bewaffnet und trotzdem bedroht
Igelkinder werden aufgepäppelt
Unterschlupf für Tiere
Reisig für den Igel
Katzenfutter für Igelbabys

"Gut gemeinte Hilfe führt oft zum Gegenteil", warnen die Experten vom Deutschen Tierschutzbund. Zu Tausenden würden jetzt wieder Igel in Tierheimen abgegeben. Damit aber würden die Igel aus ihrer natürlichen Umgebung herausgerissen - nicht wenige trügen bleibende Schäden davon. Daher gilt der Rat: im Zweifelsfall erst beim Tierarzt oder dem örtlichen Tierschutzverein nachfragen.
Nicht jeder Igel, der im November noch umher läuft, braucht unbedingt unsere Hilfe. Jungen Tieren kann man bespielsweise durch abendliches Zufüttern mit einer Schale Katzenfutter helfen, sich die notwendigen Fettreserven für den Winterschlaf anzufressen. Falsches Futter kann lebensgefährlich sein. "Das sicher gut gemeinte Schälchen warme Milch am Morgen kann den Tod bringen."
Nur verwaiste Igelsäuglinge, verletzte oder kranke Igel sind wirklich hilfsbedürftig. Diese erkennt man daran, dass sie tagsüber herumliegen, mager sind und sich apathisch verhalten. Für die Winterzeit gilt zudem: Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, sind meist krank oder geschwächt.
Wer einen Garten hat, kann Igeln aber immerhin zu einem bequemen Winterquartier verhelfen - indem er Laubhaufen aufschichtet. Darin können sich die Tiere buchstäblich einigeln". Auch Hohlräume unter Holzstapeln werden gerne angenommen. (Quellen: SWP 24.10.05 / AP; Wochenblatt 4.11.09; Schon gewusst?)
i Pro Igel e.V. und Igel-Hotline des Vereins (12 Cent pro Minute): 01805-559551; Online-Info. Die Broschüre "Igel im Garten" kann man bestellen unter www.bundladen.de.

i "Jagdrevier mit Unterschlupf - Naturnahe Gärten sind der beste Igelschutz", Artikel von Stefan Bosch in NATURSCHUTZ heute Ausgabe 3/2003.

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Letzte Aktualisierung: 02.05.2012